Kinderlieder · Tierlieder

Kommt ein Vogel geflogen

„Kommt ein Vogel geflogen“: ein traditionelles Kinderlied über einen gefiederten Boten und einen lieben Gruß von zu Hause.

  • Veröffentlicht: 26.09.2025
  • Alter: 2–8 Jahre
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Liedtext

Kommt ein Vogel geflogen,

setzt sich nieder auf meinen Fuß,

hat einen Zettel im Schnabel,

von der Mutter einen Gruß.

Lieber Vogel, flieg weiter,

nimm einen Gruß mit und einen Kuss,

denn ich kann dich nicht begleiten,

weil ich hier bleiben muss.

Herkunft

Das gemeinfreie Lied stammt aus dem österreichischen Sprachraum und war ursprünglich ein Liebeslied in Mundart. Überregional bekannt wurde es 1824 durch Karl von Holteis Liederspiel „Die Wiener in Berlin“. Der ursprüngliche Textautor ist nicht sicher bekannt; die heute verbreitete Kinderliedfassung ist volkstümlich überliefert. Die Melodie wird häufig Wenzel Müller (1767–1835) zugeschrieben, ihre genaue Herkunft ist jedoch nicht eindeutig gesichert.

Bedeutung

In diesem Lied bringt ein kleiner Vogel eine Nachricht von der Mutter. Die Person, die den Gruß erhält, möchte einen Gruß und einen Kuss zurückschicken, kann aber selbst nicht mitfliegen. So erzählt das Lied von Verbundenheit über eine Entfernung hinweg und ein wenig von Sehnsucht nach zu Hause. Mit Kindern lässt es sich ruhig und wie eine kleine Geschichte singen. Erzählt vorab, dass der Vogel hier ein Briefbote ist, und erklärt das Wort „Gruß“. Singt zunächst eine Zeile vor und lasst die Kinder antworten. Kleine Gesten für Fliegen, Brief und Kuss helfen dabei, sich den Text zu merken.

Spielidee

Ein Kind spielt den Vogel und flattert mit einem gefalteten Papierbrief zu einem anderen Kind. In der zweiten Strophe bekommt der Vogel einen gespielten Luftkuss und fliegt mit dem Antwortbrief weiter.

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