Kinderlieder · Schlaflieder

Guten Abend, gut' Nacht

Ein vertrautes Schlaflied von Johannes Brahms: Sanfte Worte und eine ruhige Melodie begleiten Kinder in die Nacht.

  • Veröffentlicht: 21.12.2025
  • Alter: 2–8 Jahre
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Liedtext

Guten Abend, gut’ Nacht,

mit Rosen bedacht,

mit Näglein besteckt,

schlupf unter die Deck’!

Morgen früh, wenn Gott will,

wirst du wieder geweckt.

Morgen früh, wenn Gott will,

wirst du wieder geweckt.

Guten Abend, gut’ Nacht,

von Englein bewacht,

die zeigen im Traum

dir Christkindleins Baum:

Schlaf nun selig und süß,

schau im Traum ’s Paradies.

Schlaf nun selig und süß,

schau im Traum ’s Paradies.

Herkunft

Die erste Strophe ist volkstümlich überliefert und wurde 1808 in der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ veröffentlicht; ihr Verfasser ist unbekannt. Die zweite Strophe stammt von Georg Scherer und erschien 1849. Die heute gebräuchliche Melodie komponierte Johannes Brahms 1868 als „Wiegenlied“, op. 49 Nr. 4. Text und Melodie dieser Fassung aus dem 19. Jahrhundert sind gemeinfrei.

Bedeutung

Das Lied wünscht einem Kind eine friedliche Nacht und schöne Träume. Rosen und „Näglein“ – ein altes Wort für Nelken – schmücken das vorgestellte Schlafplätzchen. Die zweite Strophe erzählt von Engeln, dem Christkind und dem Paradies. Diese religiösen Bilder drücken Schutz, Geborgenheit und Hoffnung aus. Zum Einschlafen könnt ihr das Lied langsam und leise singen, ohne euch um einen perfekten Klang zu kümmern. Eine vertraute Stimme ist wichtiger als genau getroffene Töne. Kleine Kinder können zunächst zuhören oder die Melodie mitsummen. Größere Kinder singen vielleicht die wiederholten Schlusszeilen mit. Ein gleichbleibender Ablauf macht das Lied zu einem gemütlichen Abendritual.

Spielidee

Wiegt gemeinsam ein Kuscheltier sanft im Takt und deckt es bei „schlupf unter die Deck’“ zu. Zum Schluss legt ihr die Hände an die Wange und tut so, als würdet ihr schlafen.

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